Geschichte des
   Assessment-Centers
 

 Autor: Thomas Ullrich, DenkHalle Consulting


Die Tradition Menschen zu prüfen, bevor man ihnen wichtige Ämter überträt, ist sicher so alt wie die Geschichte des Menschen selbst.
Gleichwohl wird der Ursprung des Assessment-Centers gern Prof. J.B. RIEFFERT und seinem Nachfolger M. SIMONEIT zugeschrieben. RIEFFERT entwarf ein Verfahren zur systematischen Offiziersauswahl für die Reichswehr der Weimarer Republik.

Jener Zeit war man auch in Großbritannien und den USA damit befasst, methodische Auswahlsysteme zu prüfen. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges führte dann das OSS (Office of Strategic Services) solch ein Verfahren für die Auswahl geeigneter Saboteure, Agenten und Propagandisten ein.

Die von RIEFFERT entwickelte Methode wurde nach 1942 nur noch in der deutschen Marine eingesetzt. Erst 1957 entschied die Bundeswehr, wieder eine systematische Offiziersauswahl nach neueren Erkenntnissen einzuführen.

Der Ursprung des Assessments in der Wirtschaftswelt liegt im Jahre 1958: Der amerikanische Konzern AT&T setzt es zur systematischen Personalauswahl ein.
1969 wandte in Deutschland als erstes Unternehmen IBM das AC zur Führungskräfteauswahl an. Die wirtschaftlichen Erfolge IBMs wurden v.a. der Personalauswahl zugeschrieben, womit das AC in Deutschland gewinnträchtig vermarktet werden konnte. Den Durchbruch der Verbreitung erlebte das Assessment-Center in Deutschland mit Beginn der achtziger Jahre.

 

(tu)

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(C) Thomas Ullrich | DenkHalle Consulting - Düsseldorf, 2003