Bewerbungshomepage
  — Top Marketingtool

 Autor: Thomas Ullrich, DenkHalle Consulting


Wenn Sie sich online effizient bewerben wollen, sollten Sie in Erwägung ziehen sich eine virtuelle Bewerbungsmappe zuzulegen.
So können Sie Ihr Selbstmarketing optimal gestalten. Schreiben Sie z.B. eine E-Mail an einen potentiellen Arbeitgeber, kann dieser sich via Klick auf Ihre Homepage sofort ein vollständiges Bild von Ihnen machen. Nötige Dokumente kann er direkt selbst ausdrucken.
Dasselbe gilt, wenn man Ihr Stellengesuch in einer Jobbörse findet: Ihre vollständige Bewerbungsmappe ist nur einen Klick weit entfernt - bestenfalls über den Umweg ein Passwort anzufordern.

Laut einer Umfrage der Hans Böckler Stiftung verdanken ca. 30 % der Bewerber Ihren neuen Job Verwandten, Freunden und Bekannten.
Mittels der eigenen Bewerbungshomepage ist es recht leicht dieses Netzwerk zu aktivieren. Drucken Sie Ihr Job-Ziel (z.B. "Mitarbeit als Marketingleiter"), samt Internetadresse und Passwort auf Ihre Visitenkarte. Ganz gleich ob auf der Grillparty, im Sportclub oder auf einer Messe: Ihre "Bewerbungsmappe" haben Sie damit immer parat.
Geben Sie diese Visitenkarte auch an Verwandte, Freunde und Bekannte mit der Bitte, sich einmal für Sie umzuhören.

Folgend ist ein kleines Beispiel abgebildet, wie Ihre "Bewerbungs-Visitenkarte" gestaltet sein könnte.


Was macht eine Bewerbungshomepage gut?

Eine gute Bewerbungshomepage
        • ist vollständig
        • hat eine geringe Ladezeit
        • hat eine hohe Usability
        • ist invariant
        • hat ein druckfähiges Format

Eine Bewerbungshomepage ist dann vollständig, wenn Sie tatsächlich die Online-Variante Ihrer Bewerbungsmappe darstellt, d.h. neben einem (allgemein gehaltenen) Anschreiben, Ihren Lebenslauf, ggf. Ihr Erfahrungsprofil, wichtige Arbeits- und sonstige Zeugnisse und ggf. Arbeitsproben enthält.

Die geringe Ladezeit erspart dem Betrachter lange Wartezeiten. Auch in Personalabteilungen ist nicht immer eine High-Speed-Webverbindung vorhanden. Müssen User zu lange auf den Seitenaufbau warten, so brechen Sie den Kontakt ab. Das gilt auch für so manchen gestressten Personaler. Entsprechend sollte eine einzelne Seite einen Umfang von 100 KB nicht überschreiten.
Damit fallen aufwendige Grafik-Designs, Animationen und Sound-Effekte heraus.

Hohe Usability heißt, dass jede Seite leicht zu finden ist. Übersichtliche, gut sichtbar platzierte und eindeutig bezeichnete Links helfen eine hohe Usability zu gewährleisten.

Das Prinzip der Invarianz fordert, dass eine Webseite in jedem Browser und bei jeder Bildschirmauflösung möglichst gleich aussehen soll. Der am weitesten verbreitete Browser ist der Microsoft Internet-Explorer (MIE). Ca. 90 % der Webuser nutzen ihn, v.a. die Versionen 5 und 6.
Daneben wird auch der Netscape Navigator (v.a. Version 4, 5 und 7) eingesetzt. Letzterer findet sich häufiger bei Behörden.
Alle anderen Browser finden sich, verschiedenen Webstatistiken zufolge, insgesamt bei weniger als 2 % der Webuser (Stand 02/2003).
Doch selbst wenn man sein Design nur auf die meistgenutzten Browser ausrichtet, gibt es viele Tücken, die manchmal selbst professionelle Gestalter kalt erwischen.
Ein typischer Design-Killer ist die freie Einstellbarkeit der Schriftgröße im Browser. Probieren Sie verschiedene Webseiten einmal mit unterschiedlichen Schriftgrößeneinstellungen in Ihrem Browser aus.
Oft ergeben sich bei größerem Schriftgrad unangenehme Umbrüche oder gar Textüberschneidungen, etc. Abhilfe schaffen hier Cascading-Style-Sheets (CSS). Diese legen das Design zentral fest - unabhängig von den Einstellungen im Browser. Doch auch dies hat seine Grenzen: Wer z.B. in seinem Betriebssystem »große Schriftarten« eingestellt hat, sieht eine Webseite anders, als ein User mit der Einstellung auf »kleine Schriftarten«.
Es bedarf also einiger Raffinesse, eine Homepage so zu gestalten, dass möglichst viele User mit verschiedenen Einstellungen ein »Gutes Design« geboten bekommen.

Ein druckfähiges Format schließlich soll es dem Personaler ermöglichen, die Seiten direkt auszudrucken. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Die Webseiten selbst können druckfähig gestaltet werden oder es kann jeweils eine druckfähige Datei (z.B. als PDF) hinterlegt werden. Einen guten Direktausdruck ermöglicht z.B. eine Programmierung mit Tabellen in fixen Breiten. Für einen DIN A4-Ausdruck ist z.B. eine Breite von ca. 600 Pixel geeignet.

Doch Sie müssen selbst kein Programmierer sein um den Tücken des World-Wide-Wirrwar mit Raffinesse gegenüberzutreten. Unser Projekt bewerbung-im-web.de bietet Ihnen die Möglichkeit sich eine professionelle Bewerbungshomepage gegen geringes Entgelt erstellen zu lassen - Unterlagenprüfung inklusive. Dabei können Sie aus einem Design-Katalog ein Layout auswählen oder sich Ihren Vorstellungen entsprechend eine ganz individuelle virtuelle Bewerbungsmappe erstellen lassen.


Passwortschutz?

Seine Unterlagen mit einer passwortgeschützten Pforte zu versehen, ist gewiss sinnvoll.
JavaScript bietet hier verschiedene einfache Varianten. Steht das Passwort dabei im Script selbst - sei dieses ausgelagert oder nicht - ist der Schutz eher gering.
Aufwendigere JavaScripts bieten hingegen einen recht guten Schutz. Die meisten User ohne Passwort müssen also draußen bleiben.
Wer seine Unterlagen mit einem besonderen Schutz ausstatten will, kann eine Sicherung mittels ».htaccess« vornehmen. Dies ist eine weniger ästhetischer und weniger komfortabler Passwortschutz, der gegenwärtig als sicherste Variante gilt. Knacken indes lässt sich auch diese. Doch der dazu fähige Personenkreis ist relativ klein und hat aller Wahrscheinlichkeit nach andere Ziele, als Ihre Bewerbungshomepage.


In Suchmaschinen anmelden?

Nun könnten Sie auf die Idee kommen, Ihre Bewerbung in Suchmaschinen zu platzieren.
Wir haben den Versuch einmal gemacht. Und tatsächlich gab es rasch Reaktionen: Wir erhielten zahlreiche Angebote, an wenig seriösen Schneeball-Systemen teilzunehmen - als "selbständiger" Versicherungsvertreter, Vermögensberater, etc.
Sollte dies Ihrem Berufswunsch entgegenkommen, nur zu. Allen anderen sei an dieser Stelle energisch von der Suchmaschinen-Idee abgeraten. Die Mehrheit der Arbeitgeber sucht in aller Regel nicht frei im Netz nach möglichen Mitarbeitern, sondern konzentriert sich auf Jobbörsen, bzw. inseriert selbst.

Nun durchsuchen einige Suchmaschinen aktiv das Netz und indizieren dort gefundene Seiten - ohne dass Sie etwas dafür getan haben. Sie können allerdings verhindern, dass die sogenannten Robots Ihre Seiten durchsuchen und dem Index hinzufügen, indem Sie eine entsprechende Unterlassungsanweisung in den Head Ihrer Webseite einbauen (<meta name="robots" content="noindex, nofollow">).
Zusätzlich sollten Sie von der Startseite ausschliesslich mittels JavaScript auf Ihre virtuelle Bewerbungsmappe verlinken. JavaScript wird von Robots nicht ausgewertet. Diese glauben dann, dass außer der Startseite keine weiteren Dokumente auf Ihrem Serverbereich existieren.

  (tu)

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(C) Thomas Ullrich | DenkHalle Consulting - Düsseldorf, 2003