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Das Vorstellungsgespräch
Autor: Thomas Ullrich, DenkHalle Consulting
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Ich bin eingestellt? - Ich habe doch noch
gar nichts gesagt.
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Endlich sitzen Sie Ihrem künftigen Chef gegenüber.
Und was geschieht? Anfangs kommen Sie kaum zu Wort. Der Perso-nalentscheider
spricht vom Wetter, vom Unternehmen und von seinem eigenen Werdegang. Wenn
Sie endlich zum Zug bzw. zu Worte kommen, ist schon fast entschieden, was
der Entscheider von Ihnen hält.
Das jedenfalls ergeben die Untersuchungen von
Dr. NEIL ANDERSON vom Management Center der Aston University in Birmingham/UK.
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Dr. ANDERSON bat professionelle
Interviewer und ungeübte Probanden sich die Videoaufzeichnung
eines Vorstellungsgespräches anzusehen. Nach vier Minuten stoppte
er das Band und ließ die Persönlichkeit des Bewerbers bewerten.
Anschließend ließ er das Band bis zum Ende des Ge-spräches
durchlaufen und bat erneut um eine Bewertung der Persönlichkeit
des Bewerbers.
Ergebnis: Der Eindruck von der Bewerber-Persönlichkeit
hat sich nach vier Minuten kaum mehr verändert. Doch: Während
der ersten vier Minuten im Film, kam der Bewerber kaum zu Wort. |
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Kommen Sie also zu Ihrer Selbstvorstellung, wird alles was Sie sagen
vornehmlich so interpretiert, dass es dem ersten Eindruck des Personalentscheiders
gerecht wird.
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Die Bedeutung der Körpersprache
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Untersuchungen des amerikanischen Sozialpsychologen ALBERT MERHABIAN ergeben,
dass der Inhalt dessen, was Sie sagen, weit weniger Bedeutung hat, als die
Ihre Aussagen begleitende nonverbale Kommunikation, d.h. Ihre Gestik, Ihre
Mimik und Ihre Stimmführung. [2]
as heißt nicht, dass die Wahl Ihrer Wörter und die sorgfältige
Vorbereitung Ihrer Argumente unwichtig sind. Zur Geltung gelangen diese
aber nur dann, wenn sie bewusst mit Ihrer Körpersprache und Stimmführung
unterstrichen werden.
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Selbsticherheit überzeugt - und ist trainierbar!
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Dr. MONIKA SIEVERDING, Gastprofessorin am Institut für Ar-beits-, Organisations-
und Gesundheitspsychologie der FU Berlin, belegte in einer Studie die Bedeutung
selbstsicheren Auftretens für den Erfolg im Vorstellungsgespräch.
[3]
Wer mehr über sich spricht und mögliche Unsicherheit zu verbergen
versteht, hat die eindeutig besseren Karten.
Die eigene Überzeugungskraft kann durch ein professionelles Bewerbungscoaching
deutlich gesteigert werden - auch das ist ein Ergebnis der Studie.
(tu)
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[1] ANDERSON, N.: Re-theorising the Selection Interview; BPS Annual Occupational
Psychology Conference 4.-5. January 1988
[2] MERHABIAN, A.: Communication without Words, in Arnold, W.E / Hirsch,
R.O.: Communication Through Behaviour, West Publishing Company, St. Paul,
New York, Los Angeles, San Francisco - Boston, 1977
[3] SIEVERDING, M.: "Alle wahren Gefühle verbergen und mit
fester Stimme und wohlformulierten Sätzen glänzen!" - Die
Bedeutung von Selbstdarstellungsregeln im Bewerbungsinterview, in: Zeitschrift
für Arbeits- und Organisationspsychologie, 44. Jg., Heft 3, 2000,
S. 152-156.
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