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So verschieden Vorstellungsgespräche im Einzelnen auch ablaufen, so folgen sie doch allgemeinen Mustern. Ein Vorstellungsgespräch lässt sich allgemein in fünf Phasen einteilen:
Im Folgenden werden wir jede dieser Phasen kurz untersuchen.
Daher werden Sie für Ihr Vorstellungsgespräch - mehr als sonst - auf
Passen Sie Ihr Styling ein Stück weit an die Gepflogenheiten des Unternehmens bzw. der Abteilung an, bei der Sie sich bewerben. Das schafft Sympathie. Doch achten Sie darauf, dass Sie in Ihrem Dress nicht wirken wie ein Steiff-Tier. Wer also im Vorstellungsgespräch zum ersten mal einen Anzug trägt, wird besser "üben", sich darin in gewohnt selbstsicherer Lockerheit zu bewegen. Wesentlich für den guten Eindruck ist eine "perfekte Begrüßung".
Vom "Augenbrauenhochzieher", der gute Absicht und Vertrautheit
zeigt, über das Lächeln, bis zum perfekt geankerten Handschlag:
Jedes Detail wirkt auf das Unterbewusstsein Ihres Gesprächspartners.
Man will Ihnen die Anspannung nehmen, eine gute "Atmosphäre" schaffen. Aber Achtung: Jetzt bloß nicht die Quasselstrippe raushän-gen lassen. Locker, heißt die Devise - nicht getrieben von wasserfallartiger Gesprächigkeit. Und denken Sie daran: Ein Lächeln steht Ihnen gut. Vielleicht haben Sie sogar eine amüsante Bemerkung zum Einstieg?
Nur: Versuchen Sie nicht komisch zu wirken, wenn Ihnen nicht danach ist,
sonst wirken sie nicht komisch, sondern seltsam.
Und doch fragt man Sie nach Ihrem fachlichen Werdegang. Dahinter stecken zwei Gedanken: Einerseits will man wissen, ob Sie sich noch daran erinnern, was Sie in Ihrem Lebenslauf geschrieben haben, andererseits will man vor allem sehen und hören, "wie" Sie Ihre Geschichte vermitteln. Versteht der "gemeine" Mensch, was Sie da sagen oder verstecken Sie sich hinter Fremdwörter-Kauderwelsch und pubertierendem Posing? Vielleicht verrät die Art und Weise, wie Sie Ihren Werdegang beschreiben, auch etwas darüber, wie Sie zu Ihrer Vita stehen? Wahrscheinlich werden Sie auf die Frage "Überstunden sind für Sie doch kein Problem, oder?" reflexartig mit "Nein!" antworten. Wenn Ihre Augen dabei aber größer werden als die eines Kindes unter dem Weihnachtsbaum, weiß Ihr Gesprächspartner, dass sie sich erstens noch keine richtigen Gedanken darüber gemacht haben und zweitens, um nahezu je-den Preis diesen Job haben wollen. - Autsch: Das gibt Abzü-ge für den Gehaltspoker! Klären Sie Ihre Position zu allen denkbaren Fragen im Vorfeld - am besten schriftlich. Dann hat Ihr Körper auch die Möglichkeit, dieselben Signale zu senden, die Ihr Hirn über Ihre Stimme vorauseilen lässt. Endlich wird eine der Fragen gestellt, auf die Sie sich eine gute Antwort überlegt haben: "Wie gehen Sie mit Problemen Ihrer Mitarbeiter um?" Wer nun seinen Text, wie eine leiernde Schallplatte mit triumphalem Gesichtsausdruck aufsagt, bringt seinen Gesprächspartner um dessen Nerven und sich selbst um den Job. Auch Ihre vorbereiteten Antworten sollen klingen, als gäben Sie gerade eine Ihrer wohlbedachten Grundhaltungen von sich oder als entwickelten Sie die Ihre Antwort gerade. Sollte Sie Ihr Interviewer mit unzulässigen Fragen bedenken, so
dürfen Sie - mit dem Segen des Bundesarbeitsgerichtes (BAG 05.12.1957,
AZR 594/56) - ruhig Flunkern. Allerdings: Bleiben Sie plausibel!
Informieren Sie sich im Vorfeld über Ihren Marktwert und typische
Gehälter in Ihrem Zielunternehmen. Ein wenig verhandeln dürfen
sie, doch nicht zu hartnäckig, denn: Zum Anfang sind ein paar Euro
weniger gewiss besser, als ein weiteres Vorstellungsgespräch.
(tu) |
K N O W - H O W TIPP: S E R V I C E BUCH-TIPP:
TIPP:
BUCH-TIPP:
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| (C) Thomas Ullrich | DenkHalle Consulting - Düsseldorf, 2003 |