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Sandra Maischberger kann es, Reinhold Beckmann kann es und einige Personaler können es auch: Scheinbar einfache Fragen stellen und dennoch auf etwas völlig anderes dabei abzielen. So sicher Sie sich sein können, dass Sie mit der richtigen Kleidung,
dem richtigen Auftreten und einer sicheren Stimmführung im Vorstellungsgespräch
punkten, so aufmerksam müssen Sie bei den Fragen sein. Die wahren
Interessen der Personalchefs sind nicht immer direkt offensichtlich.
Jobwechsler verursachen Kosten - um so mehr, je höher ihre Position ist. Daher will man schon bei der Einstellung sichergehen, dass der Bewerber in dem Job mehr sieht, als ein Sprungbrett. Wer guten Gewissens erklären kann, seine persönlichen Ziele
in diesem Unternehmen langfristig am besten verwirklichen zu können,
gewinnt Pluspunkte. Wenn Sie dies durch Ihre Vergangenheit untermauern,
sei es durch Praktika, verschiedene Projekte oder Interessen, um so besser.
Besonders begünstigt sind Mitarbeiter, die gute Freunde oder Verwandte
im Unternehmen haben: Solche wechseln den Job seltener, als Mitarbeiter
ohne enge Bindung zum Kollegenkreis. Entsprechend werden sie einem anderen
Bewerber gleicher Qualifikation oft bevorzugt eingestellt.
Ferner wird Ihre Beschreibung der Zukunft nach möglichen Konflikten
mit dem Beruf untersucht. Dabei wird einerseits geklärt, ob Ihre
Vorstellungen der beruflichen Entwicklung im Unternehmen realistisch sind
und andererseits, ob Ihre Zukunft nicht im Widerspruch zum Job steht.
Wer also heute beschwört, Karriere machen zu wollen, jedoch schon
weiß, dass die Familie in fünf Jahren für ihn das wichtigste
ist, schafft Erklärungsbedarf.
Gut gebrüllt hat jener Löwe, der korrekt positive Dinge nennt
und einige sachliche(!) Kritikpunkte einstreut. Achten Sie nur darauf,
dass der neue Arbeitgeber bei den Kritikpunkten besser abschneidet, als
sein Vorgänger.
Suchen Sie bei sich nach Stärken, die positiv auf die angestrebte
Stelle passen und zeigen sie, wie Sie diese Stärken konsequent bei
sich fördern. Bei den Schwächen werden Sie entsprechend nach
Eigenschaften suchen, die menschlich verzeihlich sind und keinerlei Relevanz
für die angestrebte Position haben. Machen Sie auch hier deutlich,
wie sie mit Ihren Schwächen verfahren. Z.B. dass Sie einen Rhetorik-Kurs
gemacht haben, um über Ihre Furcht, öffentlich zu Sprechen,
hinwegzukommen. Solche Initiative, Wille und Tat, sich zu entwickeln,
bringen Ihnen viele Pluspunkte ein.
Bringen Sie Ihr Thema in einem Satz auf den Punkt. Danach dürfen Sie etwas ausholen - gemeinverständlich und ein wenig amüsant bitte. Üben Sie an der Großmutter: Wenn die Sie versteht und Sie fertig sind, bevor Omi eingeschlafen ist, dann klappt's auch mit dem Personalchef. (tu) |
K N O W - H O W TIPP: S E R V I C E BUCH-TIPP:
TIPP:
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| (C) Thomas Ullrich | DenkHalle Consulting - Düsseldorf, 2003 |